Amaranth ein Powerkorn?

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Amaranth ein Powerkorn? Was ist das wirklich dran? Amaranth das heilige Wunderkorn der Inka. Das sind schon sehr hochtrabende Bezeichnungen für ein so kleines Körnchen. Lange konnte ich mit diesen Korn, das kleiner als ein Senfkorn ist, in meiner Küche nicht wirklich etwas anfangen. Inzwischen liebe ich diese „Getreide“ weil es mit seinem nussig milden Geschmack so vielseitig verwendbar ist. Doch schauen wir mal genauer hin.

Amaranth - das Powerkorn

Was ist Amaranth?

Bei Amaranth handelt es sich um eine der ältesten Nutzpflanzen des Menschen. In Mittel- und Südamerika wird die Pflanze schon seit gut 5000 Jahren kultiviert. Für die Azteken war Amaranth neben Mais und Bohnen das Hauptnahrungsmittel und spielte auch in religiöse Zeremonien eine wichtige Rolle. Heute ist es neben Mexiko und den Andenländern auch bei Bergstämmen in Indien, Pakistan und Nepal sowie in Westafrika verbreitet. Sogar in Kalifornien und im Süden der USA haben einige Farmer die Pflanze erfolgreich kultiviert. In Indonesien werden vor allem die Blätter als spinatähnliches Gemüse verwendet.

Pseudogetreide

Amaranth wird häufig als Getreide bezeichnet, da es genauso zubereitet wird. Jedoch handelt es sich hier, genau wie bei Quinoa und Buchweizen, um ein Pseudogetreide. Auch Amaranth gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen. Amaranth ist somit glutenfrei und ein hervorragender Ersatz bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie).

Amaranth Pflanze

Bei der Amaranthpflanze fallen besonders die bis zu 90 Zentimeter langen Blütenstände, die von Grün über Gelb, Orange bis hin zu Tiefrot in diversen Farbschattierungen auftreten, ins Auge. Nach der Befruchtung tragen sie winzige, linsenförmige Samen mit kaum mehr als einem Millimeter Durchmesser. Tausend solcher Körnchen, wiegen nur knapp ein Gramm. Meist werden sie nach einer Reifezeit von vier bis fünf Monaten von Hand geerntet und an der Sonne getrocknet.

Kleine Körner – große Power

Die ernährungsphysiologische Bedeutung des Amaranth-Korns ist sehr hoch. Bei den Inkas und Azteken galt Amaranth als eine heilige Pflanze. Ihr wurde sogar eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt

Die heutige Wissenschaft bestätigt diesen Glauben durchaus. Die kleinen Körner enthalten einen beachtlichen Anteil an Lysin, einer essentiellen Aminosäure. Das ist zum Beispiel für Sportler interessant: Lysin verbessert den Energiehaushalt, wirkt aktiv an der Fettverbrennung mit und erhöht die eigene Leistungsfähigkeit. Durch Keimen verdoppelt sich der Lsyingehalt sogar noch. Die vitalstoffreichen Sprossen sind nach zwei bis drei Tagen verzehrfertig.

Ein weiterer Pluspunkt ist der hohe Anteil an Ballaststoffen. Er ist förderlich für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl und für eine gute Verdauung. Das Powerkorn versorgt uns weiterhin mit wichtigen Mineralstoffen wie Eisen, Zink, Kalzium und Magnesium und B-Vitaminen.

Der Anteil an Kohlenhydraten ist mit 56 Gramm pro 100 Gramm zwar nicht gerade niedrig, aber niedriger als der des haushaltsüblichen Weizenmehls, das mit 71 Gramm zu Buche schlägt. Der Eiweißanteil ist ebenfalls höher als bei normalem Getreide: Für Veganer ist das eine optimale Proteinquelle.

Doch damit ist die Kraft des Korns noch nicht ausgeschöpft: Mit seinem niedrigen glykämischen Index, das den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, ist Amaranth auch für Diabetiker gut geeignet.

Verwendung in der Küche

In meiner Küche hat sich Amaranth inzwischen einen festen Platz erobert. Ob unbehandelt als Müsli oder Risotto oder gepufft zum Beispiel in dem Rezept der Woche (hier Link einfügen) . Amaranth eignet sich als Beilage, als Salat, in Bratlingen und zum Füllen von Gemüse. Zudem lassen sich die Körner zu grobem Schrot oder feinem Mehl vermahlen Die empfindlichen Fettsäuren oxidieren schnell, deshalb sollte das Mahlgut nicht zu lange gelagert werden. Beim Verbacken zu Brot, Brötchen oder anderen Backwaren ist es ratsam einen Teil Amaranthmehl mit zwei Teilen eines kleberhaltigen Mehls aus Weizen, Dinkel oder Roggen zu mischen, sonst geht der Teig nicht auf.

Je nachdem ob du Amaranth zum Frühstück oder als Hauptmalhzeit verwendest solltest du ca. 30 – 50 g pro Portion berechnen. Die Zubereitung von Amaranth ist ganz einfach: immer mit der doppelten Menge an Wasser aufkochen und dann für gute 45 Minuten gar kochen lassen. Den gepoppten Amaranth kannst du sofort verarbeiten.

Power für Sportler und Astronauten

Für die Sportlerernährung ist Amaranth nicht nur wegen des hohen Lysingehaltes interessant. Ein weiterer Aspekt ist, dass die vom Amaranthkorn gelieferte Energie dem Körper schnell zur Amaranth-Power-RiegelVerfügung steht und ihre Wirkung lange anhält. Amaranth belastet den Körper auch dann kaum, wenn er erst kurz vor einem Wettkampf verzehrt wird. Und ich habe gelesen, dass sogar Astronauten Amaranth als “Powerpaket” bei ihren Reisen ins All zu schätzen wissen. Auch wenn ich nicht bis in All fliege, nehme ich meine Amaranth Riegel gerne mit auf Reisen. Sie sind eine tolle Alternative zu den üblichen Snacks, die die Fluggesellschaften so anbieten.

Mein Fazit, Amaranth ist eine wirkliche Bereicherung in meiner Ernährung. Für alle unter euch, die sich selbst von der Kraft dieses Powerkorns überzeugen wollen: Hier das Rezept für meine Amaranth-Power-Riegel.

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