Buchweizen – ideales Pseudogetreide für den Sommer

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Buchweizen – ideales Pseudogetreide für den Sommer – im Juni hatte ich das Thema: Essen im Rhythmus der Jahreszeiten inklusive ein paar gezielter Tipps für die Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln im Sommer. Passend dazu möchte ich dir heute ein Pseudogetreide vorstellen, dass bei vielen immer noch wenig – aus meiner Sicht zu wenig – Beachtung findet: den Buchweizen. Er ist hervorragend in den Sommermonaten, da er deinen Körper beim Ausleiten von überschüssiger Hitze unterstützt.

Buchweizen – kein Getreide

Der Name könnte den Anschein erwecken, dass Buchweizen zur Familie des Weizens gehört oder irgendeine Art von Getreide ist. Tatsächlich ist der Name Buchweizen nach der Bucheckern-Form der Samen und durch die Nutzung dieser Samen als Getreide, entstanden.

Buchweizen ist der Fruchtsamen einer mehrjährigen krautigen Pflanze, die eng mit dem Rhabarber, Sauerampfer und Knöterich verwandt ist. Diese Pflanze hat im Laufe der Jahrhunderte ihren Weg von der Mongolei nach Europa gefunden. Buchweizen ist gluten frei und somit ein hervorragender Getreideersatz für Menschen mit Zölliakie. Buchweizen gibt es als ganze Körner, als Grütze oder als Mehl zu kaufen. 

 

 

Buchweizen hat einen süßen, leicht bitteren Geschmack und wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dem Feuerelement zugeordnet. Er eignet sich sehr gut für basische Gerichte z.B. während einer Basenfastenwoche. Aufgrund seines bitteren Geschmacks und seiner erfrischenden Thermik unterstützt Buchweizen den Körper bei der Ausleitung von Hitze. Außerdem ist Buchweizen ein wertvoller Energielieferant. Sein wichtigster Bestandteil aber ist das Rutin, das hilft die Mikrozirkulation in den Blutgefäßen zu verbessern. Diese Wirkung wurde 1970 entdeckt, weshalb der Buchweizen im Jahr 1999 zur Heilpflanze deklariert wurde. Zudem fördern die Ballaststoffe im Buchweizen die Verdauung, binden Giftstoffe im Körper und unterstützen deren Ausscheidung über den Darm.

Achtung: Menschen, die Blut verdünnende Medikamente einnehmen, sollten den Buchweizen jedoch nur mit Vorsicht genießen, da das Rutin mit solchen Medikamenten interagieren kann (Hier bitte vor dem Verzehr von Buchweizen mit dem Arzt sprechen).

Der geschälte Buchweizen wird zu Graupen, Grütze, Gries, Flocken oder Mehl verarbeitet. Er lässt sich sowohl für süße als auch herzhafte Speisen verwenden. Buchweizen ist in gerösteter und ungerösteter Form erhältlich. Die geröstete Form ist auch als „Kascha“ bekannt und wird in vielen traditionellen Ost-europäischen Gerichten z.B. in Blinis verwendet. In seiner Heimat Asien wird er zu Soba-Nudeln verarbeitet und in Frankreich zu Galettes. In den USA ist er in Porridge und Pfannkuchen sehr beliebt. 

 

 

Die Buchweizenkörner solltest du in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen Ort lagern, wo sie dann für einige Monate frisch bleiben. Das Buchweizenmehl solltest du in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren.

Wie wird Buchweizen zubereitet?

Traditionell ist Buchweizen in der russischen Küche sehr weit verbreitet. Er kann auf unterschiedliche Weisen und für verschiedene Gerichte verwendet werden. Sofern du Buchweizen als Beilage verwendest, wird er wie Reise gekocht:

  1. Setze die ganzen Buchweizenkörner mit kaltem Wasser in einem geschlossenen Topf auf. Auf eine Tasse Buchweizen nimmst du zwei Tassen Wasser.
  2. Lass den Buchweizen bei starker Hitze aufkochen. Sobald das Wasser kocht, reduzierst du die Hitze auf eine niedrige Stufe.
  3. Nun lässt du den Buchweizen bei geschlossenem Deckel solange köcheln, bis er das ganze Wasser aufgenommen hat.
  4. Nimm den Topf von der Herdplatte und lass ihn noch einen Moment ruhen.

 

 

Die im Handel erhältliche Buchweizengrütze wird aus ganzen geschälten Buchweizenkörnern geschrotet. Aus Buchweizengrütze und Milch bzw. Getreidedrink lässt sich zum Beispiel ein leckerer, gesunder Früchtücksbrei kochen, der sich mit Früchten verfeinern lässt. Für den Buchweizen-Porridge lasse die Grütze etwa 15 Minuten aufquellen. Leckere herzhafte Gerichte wie Spinat-Buchweizen-Curry mit Karotten und Erdnüssen lassen sich schnell und leicht zubereiten und sind obendrein sehr schmackhaft.

Buchweizen liefert hochwertiges Eiweiß und mehr

Buchweizen ist deutlich reicher an hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen als unsere üblichen Getreidearten. So enthält Buchweizen zwar prozentual geringfügig weniger Protein als zum Beispiel Weizen, doch liefert Buchweizen alle acht essentiellen Aminosäuren in einem günstigeren Aminosäureprofil als Getreide, so dass er sehr gut zur Deckung des Eiweißbedarfes dienen kann. Was wiederum für Vegetarier und Veganer ein interessanter Aspekt ist. Doch damit nicht genug: Die biologische Wertigkeit übertrifft sogar die aller anderen Konkurrenten wie Dinkel und Hirse! In den Körnern steckt außerdem dreimal so viel Lysin wie in den meisten anderen Getreidesorten – dieser essentielle Eiweißbaustoff sorgt unter anderem für starke Knochen. Darüber hinaus enthält Buchweizen reichlich Vitamin E und B1 bzw. B2. Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Kalzium, Magnesium sowie die für Haut und Haare sehr wichtige Kieselsäure sind ebenfalls in nennenswerten Mengen enthalten.

Buchweizenkeimlinge in der Küche

Buchweizen kannst du auch keimen und diese Keimlinge kannst du noch vielseitiger eingesetzt werden als das trockene ungekeimte Korn. du kannst die in Brote, Bratlinge, Salate, Müslis und andere gekochte Speisen mischen. Du kannst sie jedoch auch – um ihre Lebendigkeit und ihren Vitalstoffgehalt ganz und gar zu genießen – roh essen.

Buchweizen – gut zu wissen:

Speziell für Diabetiker ist Buchweizen besonders interessant. Chinesische Forscher fanden in einer Studie mit 1000 Teilnehmern heraus: In der inneren Mongolei, einer traditionellen Buchweizen-Region, erkranken nur etwa 1-2 % der Menschen an Diabetes. Buchweizen ist aber nicht nur als Vorbeugung empfehlenswert, auch wer bereits betroffen ist, kann damit seinen Blutzucker besser in den Griff bekommen: Bereits nach 15 Tagen Buchweizen-Diät hatten die Teilnehmer der chinesischen Studie verbesserte Blutzuckerwerte!

Und nächste Woche gibt es dann das Rezept für diesen SUPER lecker gluten freien Tortenboden mit Buchweizenmehl, genau das richtige für die vielen fantastischen Früchte, die der Markt zurzeit bietet.

 

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