Hat dich schon mal der Hafer gestochen?

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Hat dich schon mal der Hafer gestochen? Das ist natürlich nur ein Sprichwort. Schaut man sich den Hafer mal genauer an, versteht man die Bedeutung dieses Sprichwortes. Hafer ist Ballaststoff-Power pur und trotzdem etwas aus der Mode gekommenen und von Roggen, Weizen und anderen Getreidesorten verdrängt. In Form von Flocken findet man Hafer in vielen Müslimischungen und zu Recht gilt er als geradezu unverschämt gesund. Der Hafer (Avena) gehört zu der Pflanzengattung Süßgräser. Er ist reich an Nährstoffen und gedeiht auch unter schwersten Bedingungen. Er gehört zu den jüngeren Getreidesorten. Erste Aufzeichnungen gibt es um etwa 3000 v. Chr. Zu dieser Zeit verwendeten die Ägypter erstmals Hafer als Nutzpflanze. Zuvor war Hafer lediglich als Unkraut angesehen worden. Über das Mittelmeer kam er schließlich in unsere Regionen.

cavydog / Pixabay – Haferflocken

Der nützliche Ballaststoff steckt in allen Haferprodukten, am meisten allerdings enthält die Haferkleie. Diese Schalenrückstände werden beim Mahlen der Haferkörner vom Mehl abgetrennt. Sie bestehen aus dem Keimling und den Randschichten des Haferkorns inklusive der Fruchthaut, der Samenschale und den Silberhäutchen. Haferkleie ist deshalb mit rund 85 Prozent Ballaststoffen besonders gut für die Sättigung, Verdauung und Entgiftung. Weil sie wenig Fett und Kalorien enthält, eignet sich Haferkleie außerdem perfekt für alle, die ihr Gewicht optimieren möchten.Hafer hat außerdem einen hohen Gehalt an Eiweiß, Mineralstoffen, allen voran Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink und wichtigen Vitaminen wie B1, B9 und K.

Zudem stecken in Hafer reichlich Ballaststoffe wie Pektin und Zellulose. Doch das Besondere ist sein Gehalt an dem löslichen Ballaststoff Beta-Glucan: In einem Gutachten hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) 2009 bestätigt, dass dieser Ballaststoff aus dem Hafer zur Senkung der Cholesterin-Konzentration im Blut führt. Beta-Glucane schützt deine Darmschleimhaut und sorgt durch einen längeren Nährstoffabbau im Körper für einen besonders langsamen Anstieg deines Blutzuckerspiegels. Das Beta-Glucan aus dem Hafer bindet außerdem überflüssige Stoffe wie zum Beispiel Gallensäuren und fördert ihre Ausscheidung.

Haferflocken

Ganz leicht bekömmlich auch für absolute Vollkorn-Neulinge sind Flocken aus Hafer. Übrigens, ob zart oder kernig: Haferflocken sind grundsätzlich Vollkornkost und enthalten immer die Randschichten und den Keimling des Haferkorns. Den Unterschied macht nur die Konsistenz – die einen zergehen auf der Zunge, die anderen haben mehr Biss. Es ist also reine Geschmackssache, welche Flocken du nimmst, der Gehalt an Ballaststoffen ist bei beiden Hafer-Sorten gleich. Er liegt bei etwa 10,6 g/100 g Haferflocken. Nur bei den besonders leicht verdaulichen Instant-Flocken, die sich in Flüssigkeit auflösen, liegt der Ballaststoffgehalt etwas niedriger, sie bringen es auf „nur“ knapp 9 g/100 g Flocken.

Mein Tipp für DICH:

Wenn du gerne Porridge oder Müsli am Morgen isst, dann kaufe dir keine fertig gemischten Müslis, dort ist oft sehr viel Zucker drinnen versteckt. Kaufe dir Haferflocken, verschiedenen Nüsse (z.B. Walnüsse, Mandeln, Cashews, Kürbiskerne etc.) und Trockenfrüchte (z.B. Aprikosen, Rosinen, Datteln, Pflaumen, Kokosraspeln etc.) und stelle dir deine Mischung einfach selbst zusammen. Dabei sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt!

Porridge – ein Power-Frühstück

 

Hafer ist ein also ausgezeichneter Energieträger. Nicht von ungefähr sagt der Volksmund also zu Menschen mit einem hohen Tatendrang, dass sie „vom Hafer gestochen sind“. Hafer wird meistens in der süßen Küche verwendet, etwa für Frischkornbrei, Haferbrei oder Haferschleim. Aber auch in der pikanten Küche findet er mehr und mehr einen Platz.

Hier das Rezept für einen klassischen Haferflocken-Porridge mit Rote-Bete-Apfel-Kompott, der sich wunderbar (nicht nur) für die kalte Jahreszeit eignet.

 

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