Schottland – Highlands und Whiskey

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Schottland – faszinierende Landschaft, freundliche Menschen, deftiges Essen

Teil 2: Highlands und Whiskey

 

Zu einem Schottland Aufenthalt gehört natürlich eine Highland-Tour und die Besichtigung einer Whiskey-Destillerie. Eine zweitägige Highland-Tour habe ich in 2017 mit meiner Tochter gemacht. Das reicht nur für einen ersten kleinen Eindruck, aber der hat definitiv Lust auf mehr gemacht.

Wir sind von St Andrews über Dundee zu den Herimitage Waterfalls gefahren und haben vom Parkplatz aus den kleinen Spaziergang durch den Wald bis zum Wasserfall gemacht. Da wir erst am späten Nachmittag dort waren, waren wir ganz für uns und konnten die Umgebung in aller Ruhe genießen.


Die Fahrt ging weiter nach Pitlochry, wo wir ein gemütliches Bed & Breakfast im Atholl Villa Guest House für die Nacht gebucht hatte. Dort angekommen haben wir auch gleich einen Bummel durch dieses kleine malerische Städtchen gemacht. Die Hauptstraße ist mit ihren vielfältigen Geschäften, Pubs und Hotels auf Touristen eingestellt und bietet vom gepressten Heidekraut über einheimische Whiskysortimente bis hin zu Töpferwaren aus der Pitlochry Pottery so ziemlich alles, was das Herz begehrt.

Unser kleiner Abendspaziergang führte uns über die Hängebrücke zum Damm und zu den Salom Ladders, den Lachs Leitern. Leider konnten wir keine Fische beobachten, aber alleine der Ausblick von dort lohnt sich.

Am nächsten Morgen gab es typisch schottische Frühstücksvarianten zur Auswahl. Entweder Porridge oder Scrambeld Eggs mit Black Pudding. Dazu gab es standesgemäß Toast und Marmelade.

Was für eine grandiose Landschaft

Nach dem Frühstück sind wir über Fort William in Richtung Glencoe gestartet. Schottland zeigte sich in allen Grüntönen, die es so gibt und da es unterwegs kaum Verkehr gab, konnten wir die Fahrt über die A9 / A86, entspannt angehen und haben unterwegs immer wieder am Straßenrand angehalten um die Aussicht auf die grandiose Landschaft zu genießen. Fort William selbst ist nicht unbedingt so sehenswert. Der Ort besteht aus einer kleinen Einkaufsstraße, ein paar Pubs und das war es dann auch schon. Vorteil ist einfach die Lage, denn man ist schnell Richtung Oban und Glencoe oder auch Richtung Mallaig und rund um den Ben Nevis unterwegs. Der Ben Navis ist mit einer Höhe von 1345 Metern der höchste Berg, nicht nur Schottlands, sondern Großbritanniens.

Unser Ziel an diesem Tag war Glencoe bzw. der Buachaille Etive Mor (bedeutet Großer Schäfer/Hüter von Etive). Er gehört zu den Munros und an diesem Tag durfte ich meinen ersten Munro besteigen. Munro Bagging ist in Schottland eine Art Sport, die Herausforderung ist möglichst viele Munros zu erklimmen. Als Munros werden alle Berge bezeichnet, die höher als 914,4 m (3.000 Fuß) sind.

Es war zwar Mitten im Juli, das Wetter fühlte sich eher wie früher Herbst an. Auf halben Weg wurde es sehr windig und uns kamen einige sehr durchnässte Wanderer entgegen, da es auf dem Gipfel in Strömen regnete. Wir sind trotzdem mutig weitergelaufen. Und hatten Glück, denn als wir oben angekommen waren, war es zwar sehr windig, der Wind hatte allerdings auch die Regenwolken weitergetrieben.

Nach der Wanderung sind wir zu einem leckeren, deftigen Abendessen im Kingshouse Hotel eingekehrt. An der Karte kannst du sehen, dass hier sehr bodenständige schottische Gerichte angeboten werden, genau das Richtige nach einem Wandertag. Wir haben die Tagessuppe, eine Süßkartoffelsuppe und das “5 bean and vegetable chili”, dass in einer Kartoffel serviert wurde und mit den Gemüsechips sehr lecker und sättigend war. Hier kann man auch sehr preiswert übernachten. Da ich am nächsten Morgen sehr früh ab Edinburgh gen Heimat fliegen musste, hatten wir uns entschlossen in Stirling zu übernachten, da es von hier aus über die M9 nur noch gut 30 Minuten bis zum Flughafen waren.

Der gesamte Trip war entlang super schöner Strecken, die du tagsüber in Ruhe abfahren kannst. Es lohnt sich etwas mehr Zeit mitzubringen, denn es gibt in den Highlands viele tolle Wanderwege, die du auf eigene Faust oder mit Führung – zum Beispiel Hillwalk Tours –  erkunden kannst

Besonders rund um Glencoe haben wir an vielen Ecken immer wieder angehalten, Diese irgendwie fluffig aussehenden grünen Berge und die kleinen Täler mit ihren Lochs sind schon sehr schön anzusehen. Übrigens ist das Autofahren in Schottland recht gemütlich, denn mehr als 60 mph (knapp 100 km/h) darf man so gut wie nie fahren, zudem sind die Straßen oft recht schmal.

Besuch einer Whiskey Brennerei

Die Whiskey Destillerie haben wir dann bei unserem letzten Aufenthalt in diesem Jahr besucht. Ok, ich gestehe, ich hätte mir alleine keine Destilliere angesehen, da ich keine Whiskey-Freundin bin. Wir waren mit Familie und Freunden unterwegs und da gab es durchaus Whiskey-Liebhaber. So hatten wir eine Tour durch Edradour Distillery in der Nähe von Pitlochry gebucht.

Die Edradour Distillery gehört zu den traditionellen Brennereien in Schottland. Seit 1825 wird in den Gebäuden am Edradour Bach Whisky gebrannt. Hier triffst du auf eine lebhafte Whiskey-Geschichte.

Whiskey mit langer Tradition

Empfangen werden wir von weißgetünchten Gebäuden, in einer grünen, hügeligen Landschaft durch die ein kleiner Bach, der – wie passend – Edradour heißt, fließt.

Wir haben eine Tour gebucht, was ab 6-8 Personen auf jeden Fall zu empfehlen ist. Für größere Gruppen können sogar eigene Führungen eingerichtet werden. Unsere sehr freundliche und kompetente Tour-Führerin hat uns als erstes zum Whiskey Testing geführt.

 

Unsere Tour-Führerin erwähnt mehrfach, dass Edradour die kleinste traditionelle Destillerie Schottlands ist. Noch vor wenigen Jahren konnte sie sich den Zusatz „traditionell“ sparen, doch seitdem sich auf den Inseln im Westen kleine neue Whisky-Brennereien gebildet haben – zum Beispiel die Kilchoman Distillery auf Islay oder Abhainn Dearg auf den Äußeren Hebriden-, muss das Alter von Edradour noch mit betont werden.

Edradour liegt oberhalb von Pitlochry mitten im Perthshire an den südlichen Ausläufern der Cairngorm Berge. Die weißen Häuser mit ihren rot gestrichenen Türen schmiegen sich in sanfte, grüne Hügel. Zwischen ihnen fließt der Bach Edradour hindurch. Die Brennerei entstand aus der Kooperation verschiedener Farmer der Gegend, die eine sinnvolle Verwendung für ihre überschüssige Gerste suchten.

Die Edradour Destillery blickt auf eine lange Geschichte zurück. Und das sieht man bei der Führung an vielen Stellen. So gibt es hier einzigartige Geräte zu sehen: Zum Beispiel die „Mash Tun“, in der die gemahlene und gemälzte Gerste mit Wasser vermischt und erhitzt wird. Der schmiedeeiserne Bottich verrichtet seine Dienste schon seit 110 Jahren. Eine ähnliche Rarität ist der „Morton-Refrigerator“, ein Kühlbecken mit Lamellen, in dem die Würze (engl: Wort) wieder abgekühlt wird, ehe sie zum Gären in die hölzernen „Washbacks“ geleitet wird. Es ist der letzte seiner Art, der in der Whisky-Herstellung noch eingesetzt wird.

Als Besucher taucht man in eine wahre Whisky-Zeitreise ein und fühlt sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Das ist der Grund, wieso sich ein Besuch hier lohnt und wodurch sich Edradour von den großen Brennereien abhebt.

Die Edradour Destillery produziert pro Jahr ca. 250.000 Flaschen Whisky. Hört sich erst mal nach viel an, große Brennereien erreichen diese Menge jedoch in einer Woche. Edradour ist eine der wenigen Brennereien, die nicht zu einem der großen Konsortien gehört.

Eine Führung, die sich auch lohnt, wenn du kein Whiskey-Fan bist.

 

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