Bitter-Süß: Chicorée-Radicchio-Salat mit Granatapfelkernen

Chicorée-Radicchio-Salat mit Granatapfelkernen 

 

Ein bitter-süßer Salat und der Clou daran ist der herbe Ziegenfrischkäse und wie üblich habe ich auch eine vegane Variante für dich. Nun schauen wir uns aber erst mal den Chicorée etwas genauer an. Chicorée gehört wie Radicchio zu den Zichoriensalaten. Aus seiner Wurzel (Zichorienwurzel) wurde im 17. Jahrhundert Kaffeeersatz hergestellt.

Um die Entdeckung des Chicorée ranken sich einige Mythen: So sollen Brüsseler Bauern im Jahr 1870 eine so erfolgreiche Zichorienwurzelernte eingefahren haben, dass sie nicht die gesamte Ernte zur Kaffee-Erzeugung verkaufen konnten. Sie pflanzten viele der Wurzeln wieder im Gewächshaus ein. Nach einigen Wochen stellten sie fest, dass Blätter austrieben, die genießbar waren und wunderbar als Wintersalat verwendet werden konnten.

1873 zog der Chicorée, nachdem er auf der internationalen Gartenausstellung in Frankreich erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde, in die europäischen Küchen ein. Dort wird er heute beispielsweise als bittere Komponente Salaten zugefügt oder auch mit Schinken umwickelt im Ofen gegart. 

 

Die Vielfalt des Chicorées

Mit seinen zartgelben Spitzen macht der Chicorée auch optisch richtig was her. Geschmacklich kommt der herbe Salat toll in Chicorée-Radicchio-Salat oder in Kombination mit Avocado, aber auch in warmen Gerichten wie würzige Hähnchen- oder auch Lopinostreifen mit Chicoréesalat. Bei der Ernte ist der Chicorée komplett, nur die Spitzen sind leicht gelblich gefärbt.  So direkt vom Feld schmeckt der Salat angenehm herb. Wird Chicorée jedoch einige Zeit im Licht liegen gelassen, verfärben sich seine Spitzen grün und er bekommt sein, für viele, unangenehm bitteres Aroma. Deshalb achte daruf Chicorée Zuhause am besten im dunklen Kühlschrank zu lagern.

 

Chicorée: gesund für den Magen und Darm

Der bitter Geschmack des Chicorée rührt von den Bitterstoffen Inulin und Intybin her. Das Besondere an diesen Bitterstoffen ist, das  deinen Stoffwechsel anregen. Das zweite Plus, die Ballaststoffe des Salats fördern zudem deine Verdauung. Im Winter ist der Chicorée ein optimaler Vitamin- und Mineralstoff-Lieferant und beugt wie ein Bitterlikör nach fetthaltigen Speisen möglichen Verdauungsproblemen vor.

 

Der Kontrast macht’s – Süß und herb 

Am häufigsten wird Chicorée roh als Salat verwendet. Dabei werden gerne süße Früchte wie Orangen, Mandarinen, Mango oder auch Granatapfel und Gemüse wie Karotten oder Fenchel mit dem Chicorée kombiniert, um seine Bitterstoffe optimal zu umspielen. Auch Dressings mit Honig oder Ahornsirup eignen sich hervorragend für Chicorée-Salate.

Doch nicht nur kalt sind Chicorée und Radicchio eine Versuchung wert, sondern auch warm kann das bittere Gemüse überzeugen, beispielsweise im Ofen überbacken. Versuche einmal den Radicchio vom Blech!

Bitter-Süß: Chicorée-Radicchio-Salat mit Granatapfelkernen

Das brauchst du für 2 Portionen:

1 kleiner Chicorée
1 kleiner Radicchio
1 handvoll Sprossen (z.B. Alfalfa)
150 Gramm Ziegen-Frischkäse (vegane Alternative: Cashew-Frischkäse)
100 Gramm Granatapfelkerne
6 Esslöffel Philotimo Gourmet Olivenöl (*Affiliate Link: “Olive Company”)
3 Esslöffel Zitronensaft
ca. 60 Milliliter Ahornsirup
  Meersalz
  Pfeffer
  Paprikapulver

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Chicorée-Radicchio-Salat mit Granatapfelkernen

So wird’s gemacht:

Löse die Radicchioblätter und schneide sie in feine Streifen. Halbiere den Chicorée, entferne den Strunk und schneide den Chicorée ebenfalls in feine Streifen.

Desto feiner du Bittersalate schneidest desto milder werden sie im Geschmack.

Dann entferne die Kerne aus dem Granatapfel.

Gib die Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas und schüttele alles gut durch

Richte die Salate auf Tellern an.

Dann gib den Ziegen- (oder Cashew-)Frischkäse darauf.

Verteile die Sprossen und die Granatapfelkerne über den Salat und gib das Dressing darüber. 

Fertig ist der süß-bittere Chicorée-Radicchio-Salat mit Granatapfelkernen.

Er ist eine tolle Beilage zu jedem Essen! Und eine gute Portion Bitterstoffe für deinen Körper!

Am Ende des Beitrags habe ich noch ein paar Tipps für dich!

 

Lass es dir schmecken!

Mein Tipp für DICH:

Wenn du magst kannst du noch frische Orangenspalten mit an den Salat geben, dann bekommst du zusätzlich eine süßere Note rein! Und du kannst den Salat noch mit Pinienkernen bestreuen. Ich hatte heute leider keine zur Hand 🙂

Du möchtest mehr Bitter in deinen Speiseplan einbauen? Dann versuche auch einmal den Radicchio vom Blech.

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