8 Kriterien an denen du erkennst ob Spargel frisch ist

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8 Kriterien an denen du erkennst ob der Spargel frisch ist und noch mehr Wissenswertes

  • Frischer Spargel hat einen fest verschlossenen Kopf
  • Die Stangenenden sind saftig, frisch und nicht eingetrocknet – im Supermarkt sind diese oft eingewickelt und somit ist die Anschnittstelle nicht sichtbar. Am Besten aufmachen und kontrollieren
  • Bei älterem Spargel sind die Schnittenden grau-gelb verfärbt
  • Frische Spargelstangen erzeugen “quietschende” Töne, wenn sie aneinander gerieben werden
  • An der Schnittstelle hat frischer Spargel einen aromatischen Geruch, ist der Spargel schon länger geerntet riecht säuerlich
  • Frischer Spargel glänzt leicht und sieht knackig aus
  • Die Stangen sollten fest sein und dürfen sich nicht biegen lassen
  • Frischer Spargel lässt sich gut mit dem Fingernagel einritzen und gibt leichtem Druck nicht nach

Kurze Transportwege für die Qualität

Für die Qualität sind kurze Transportwege wichtig, deshalb würde ich immer regionalen Spargel zu bevorzugen. Desto frischer der Spargel auf den Tisch kommt, desto mehr sind noch von den reichhaltig vorhandenen Vitaminen und Mineralstoffen drinnen. Kaufst du deinen Spargel direkt beim Produzenten auf dem Hof oder einem Markt hast du eine hohe Gewissheit, wirklich frischen Spargel zu bekommen.

Von Mitte/Ende April bis zum 24. Juni, dem Johannistag, dauert die, leider viel zu kurze, Spargelsaison. Spargel startete seine Karriere in Klöstern und Apothekergärten als wahres Allheilmittel und später als “königliches” Gemüse der Reichen und Mächtigen. Heute sind die leckeren Stangen in jedem Supermarkt zu finden. Spargel wird schon seit der Antike als Heilpflanze zur Anregung des Stoffwechsels und Unterstützung der Leber-, Lungen- und Nierenfunktion genutzt. Das Wort “officinalis”, aus dem lateinischen Namen des Spargels “Asparagus officinalis”, bedeutet übersetzt so viel wie: “arzneilich” oder “Heilmittel”. Erst ab dem 16. Jahrhundert wurde Spargel aufgrund steigender Nachfrage systematisch angebaut und als Nahrungsmittel genutzt.

Weiß, violett oder grün?

Hier streiten sich die Geister. In den meisten Ländern ist nur der grüne Spargel bekannt, der bei uns in den letzten Jahren auch immer mehr an Beliebtheit gewonnen hat. Ich finde alle Sorten habe ihre Vorzüge.

Die Farbe des Spargels richtet sich dabei nach dem Anbauverfahren. Der feinere, weiße Spargel – auch Bleichspargel genannt – wird durch aufgeschüttete Erdwälle vor Sonnenlicht geschützt und bleiben daher weiß. Wenn die Spargelspitze jedoch die Erde durchbricht, wird sie violett. Grüner Spargel wächst auf ebenen Beeten unter vollem Lichteinfluss und bildet dadurch den grünen Farbstoff Chlorophyll, sowie vermehrt Geschmacks-bestimmende Inhaltsstoffe aus. Grüner Spargel hat somit ein kräftigeres, würzigeres Aroma.

weißer Spargel

 

Vitamin- und mineralstoffreiche Stangen

Spargel besteht zu gut 95 Prozent aus Wasser und hat dadurch nur 16 Kalorien pro 100 Gramm – sofern du ihn nicht mit einer fetten Sauce hollandaise, Butterbröseln oder in einem Speckmantel servierst. Ein weiterer Pluspunkt: Spargel verweilt relativ lange im Magen und hat dadurch einen hohen Sättigungswert. Der Anteil an Kohlenhydraten beträgt 1,2 Prozent. Eiweiß ist zu 1,7 Prozent, Fett nur in sehr geringen Mengen enthalten. 

Spargel punktet jedoch was den Vitamin- und Mineralstoffgehalt betrifft. Besonders mit den Vitaminen C, E und Beta-Carotin sowie den Vitaminen des B-Komplexes. Folsäure, die im rohen Spargel in besonders hoher Konzentration zu finden ist, verhindert Fehlbildungen beim Ungeborenen und ist an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Zudem trumpft Spargel mit den Mineralstoffe Kalium, Eisen, Magnesium, Calcium und Kupfer auf. Daher rührt auch die Eigenschaft des Spargels den Körper zu entwässern und er hat eine antioxidative Wirkung. Somit ist dieses Gemüse ideal zum Entgiften des Körpers geeignet.

grüner Spargel

Typischer Geruch nach Genuss von Spargel

Zudem sollten die verschiedenen bioaktiven Substanzen wie zum Beispiel Saponinen, die für den bitter schmeckenden unteren Teil der Spargelstange verantwortlich sind, ätherischen Ölen sowie die Farbstoffe Chlorophyll (grüner Spargel) und Anthocyan (violetter Spargel), erwähnt werden. Bioaktive Substanzen wirken unter anderem antikanzerogen, antimikrobiell und cholesterinsenkend.

Der typische Geschmack des Spargels entwickelt sich aber erst beim Kochen: Dafür sind schwefelhaltige ätherischen Öle sowie aus der Aminosäure Asparaginsäure verantwortlich. Diese Aminosäure fördert die Nierentätigkeit und ist dadurch für die entwässernde Wirkung des Spargels verantwortlich. Der typische Geruch des Urins nach dem Genuss von Spargel bei knapp der Hälfte der Menschen, ist auf schwefelhaltige Abbauprodukte zurückzuführen.

Du merkst schon, es lohnt sich aus vielen Gründen während der Spargelsaison reichlich von diesem tollen Gemüse zu essen. Und du musst Spargel nicht immer in der klassischen Variante zubereiten. Er schmeckt überbacken oder in der Pfanne gebraten und auch als Salat. Dazu habe ich auch gleich ein, wie immer, einfaches und leckeres Rezept für dich.

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